Dieser Internetauftritt soll Ihnen einen kurzen Überblick über die Geschichte des Schützenwesens, vom Vogelschießen bis hin zum modernen Sportschießen in Dresden geben. Die vermutlich erste Dresdner Schützengilde, entstand im Mittelalter aus der Notwendigkeit heraus, die Stadt vor Angriffen feindlicher Heere zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte diese ihre Ausrichtung. Das weit über die Landesgrenzen berühmte Dresdner Vogelschießen, mit der Armbrust auf den Vogel an hoher Stange, war bei Hofe und den Bürgern eines der beliebtesten Höhepunkte und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Gesellschaftszweck der bis 1945 bestehenden privilegierten Bogenschützen - Gesellschaft zu Dresden. Entgegen den bisherigen Darstellungen gab es immer schon zwei Schützengesellschaften in Dresden. Die Bogenschützen und die Scheibenschützen. "Die privilegierte Bogenschützen Gesellschaft war älter und bedeutender und fasste mehr als 400 Mitglieder. Als privilegierte Gesellschaft wurde ihr königliche Schirmherrschaft zuteil. Die Urkunden der Gesellschaft reichten bis 1416 zurück, doch soll sie 1286 gegründet worden sein... ." Die privilegierte Scheiben-Schützen-Gesellschaft zu Dresden gründete sich jedoch erst viel späteter als man bisher angenommen hatte. Ursprünglich unterlag man der Annahme, dass ihr Gründungsjahr 1454 gewesen sein soll. Nach eigener Darstellung im World Wide Web, soll ihr Gründungsjahr jedoch erst mit dem Bau des Schießhauses 1554 begründet worden sein.



Vogelschießen um 1790 Aquarellierte Zeichnung, Städtische Galerie Drsd.
Kunstsammlung SLUB/Deutsche Fotothek/ Walter Möbius 1934/ VÖF-Nr.:6438

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges durfte es in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) kein bürgerliches Überbleibsel mehr geben. Schützenvereine wurden aufgelöst, deren Eigentum vom Staat konfisziert und die über Jahrhunderte alte Tradition verbannt. Erst nach der Wende 1989 gab es wieder die Möglichkeit zur Gründung selbstständiger Schützenvereine. Viele entwickelten sich aus den bestehenden Strukturen der kurz vor der Auflösung stehenden Massenorganisationen der DDR, wie der Gesellschaft für Sport und Technik (GST). 

2003 gründete sich die Private Bogenschützen-Gesellschaft (PBSG) zu Dresden e.V. Getreu dem Motto ihres Landesverbandes, dem Sächsischen Schützenbund (SSB), „Brauchtum, Hobby, Sport“ wollte diese Gesellschaft eine Brücke von der Geschichte zur Gegenwart schlagen. Die Sportschützen dieses Vereins beteiligten sich engagiert am Wettkampfsystem des Deutschen Schützenbundes (DSB) und dem des SSB. 2008 musste diese Gesellschaft infolge eines durch die Privilegierte Scheiben-Schützen-Gesellschaft zu Dresden angestrebten Unterlassungsverfahrens beim Landgericht Dresden, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit , den Insolvenzantrag stellen.    

Anfang 2009 gründete sich die GKS-Saxonia e.V., ein Schützenverein in Dresden.